Am 17.10.2026 fand im Eisenbahnmuseum "Heizhaus" in Straßhof an der Nordbahn die diesjährige Landesübung des Sonderdienstes Strahlenschutz des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes statt. Von der Freiwillige Feuerwehr Sallingberg nahm unseres Feuerwehrkommandanten Christian Schulmeister an der Übung teil.
Als Übungsszenario wurde angenommen, dass ein Physikstudent mit besonderem Interesse an Radioaktivität regelmäßig auf dem Gelände des Eisenbahnmuseums gesehen worden war. Als die Polizei dies überprüfen wollte, flüchtete die Person mit einem Fahrzeug und verursachte dabei einen Verkehrsunfall.
Die drei Szenarien mussten selbstständig abgearbeitet werden:
- Kontrolle der Unfallfahrzeuge auf Strahlenquellen. Auffinden der Frachtpapiere und Überprüfung der Transportkennzahl. Kennzeichnung der Absperrgrenzen bei 10 µSv/h, Kontrolle der örtlich eingesetzten Einsatzkräfte auf Kontamination.
- Überprüfung der Büroräume, in denen sich die Person aufgehalten haben soll, auf Radioaktivität sowie Kontrolle der Spürtrupps auf Kontamination.
- Absuchen des Fluchtweges im Bereich der "Drehscheibe" nach Strahlenquellen. Dabei wurden die Absperrgrenzen markiert bei 10 µSv/h und 100 µSv/h markiert, die Strahlenwerte gemeldet und die Strahlenquellen aufgefunden.
Abschließend erfolgte die Kontaminationskontrolle durch den mobilen Portalmonitor der Berufsfeuerwehr Wien. Die Dekontamination übernahm der Dekontaminationsstützpunkt Poysdorf.
Bei solchen Übungen kann das erlernte Wissen gefestigt und der Erfahrungsaustausch mit anderen Einsatzorganisationen wie dem Roten Kreuz, der Polizei, dem Bundesheer und weiteren Landesfeuerwehrverbänden vertieft werden.